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Pressebericht zu unserem Klangweltkonzert im Kulturhaus Sachsenberg

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Durch die Welt der Klänge

Helga Wagner und Jochen Bischoff geben Konzert mit ausgefallenen Musikinstrumenten

 

VON SUSANNA BATTEFELD

SACHSENBERG.  Zu einem ganz besonderen Klangerlebnis hatte jetzt der Kulturkreis Sachsenberg eingeladen: Im Kulturhaus in der Kirchstraße nahmen die beiden Ausnahmemusiker Helga Wagner und Jochen Bischoff knapp 50 Zuhörer mit auf eine Reise durch die Welt der Klänge, die wohl bei den meisten Konzertbesuchern noch lange nachhallen wird.

Die ungewohnten, teils mystischen und die unterschiedlichsten Gefühle auslösenden Töne und Melodien, die das Paar den Instrumenten entlockte, versetzten das Publikum immer wieder in Erstaunen und sorgten für verblüfftes Kopfschütteln. „Das ist unglaublich“, murmelte eine Besucherin bewundernd während des gut 60minütigen Konzerts. Beeindruckend war vor allem das breite Klangspektrum und die Ausdruckskraft der Klangweltinstrumente.

 

Wir versuchen, unterschiedliche Klänge zusammenzuweben und damit ein Klangbild zu erzeugen.

JOCHEN BISCHOFF

 

Zum Einsatz kamen neben ausgefallenen Musikinstrumenten aus aller Welt, wie beispielsweise Indianertrommel, Muschelhorn und chinesischen FengGong, auch selbstentworfene Instrumente des Klangtherapeuten Jochen Bischoff, die der Diplom-Psychologe in seiner Sachsenberger Werkstatt gebaut hat. Darunter eine böhmische Harfe oder Röhrenglockenspiele.

Zwischen den einzelnen Vorträgen blieb weder dem aufmerksam zuhörenden Publikum noch den Akteuren kaum Zeit zum Luft holen — nahtlos gingen die Sequenzen ineinander über. Der Wechsel von lauten zu leisen oder bedrohlich wirkenden zu beruhigenden Tönen, erzeugte ein Wechselbad der Gefühle und Stimmungen.

Vor allem der riesige Gong bot eine schier unendliche Vielfalt unterschiedlichster Töne. Beim Erklingen der Oceandrum fühlte man sich sofort an das Rauschen der Meeresbrandung erinnert. „Das ist wie auf Norderney“, merkte eine Besucherin an.

Dabei waren alle Stücke selbstkomponiert. „Wir spielen nur Eigenphantasien“, betonte Diplom-Pädagogin Helga Wagner. Das Konzert sei ein einzelnes Stück, erläuterte ihr Mann. „Ineinanderfließende Teile, die ohne Unterbrechung gespielt werden“, so der 68-Jährige. „Wir nennen es eine Klangkollage. Wir versuchen, unterschiedliche Klänge zu sammenzuweben und damit ein Klangbild zu erzeugen.

Wir sind gespannt, was die Zuhörer damit anfangen können.Dem lang anhaltenden Applaus der Zuhörer nach zu urteilen, waren diese am Ende beeindruckt und begeistert. Im Anschluss an die Klangreise stellte das seit 2010 in Sachsenberg lebende Ehepaar, das langtherapeutische und Klangpädagogische Seminare anbietet, die einzelnen Instrumente vor. Dorli Rauch, die den Abend im Namen des Kulturkreises eröffnet hatte, dankte den beiden Musikern für das außergewöhnliche Konzert.