Bericht 750 Jahre Sachsenberg HNA 8.8.2012
8. August 2012
Artikel 750 Jahre Sachsenberg HNA 1.8.2012
1. August 2012
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Aus Sassenberg wurde Sachsenberg

Großes Fest zum 750jährigen Bestehen der Stadt

 

Sachsenberg feiert in diesem Jahr sein 750jähriges Jubiläum als Stadt. Dabei ist das einstige „Sassenberg” noch um einiges älter. Das Fest zieht sich mit zahlreichen Aktionen durch das ganze Jahr.

 

Wechselvolle Geschichte

Der Sage nach gab es schon im 6. Jahrhundert an der Stelle des heutigen Sachsenberg eine alte sächsische Volksburg. Im Jahr 1230 beschließt der Abt von Corvey, in der Nähe der Burg Lichtenfels eine Stadt zu bauen. Eine erste Erwähnung „Sassenbergs” als Corveyscher Besitz erfolgt im Jahr 1251. Im Jahr 1262 wird Sachsenberg erstmals als Stadt genannt. Nach einer Fehde verpfändet Corvey im Jahr 1267 Sachsenberg Adolf I. von Waldeck und Schwalenberg. Im Jahr 1297 verzichtet Corvey endgültig zugunsten der Waldecker Grafen. Im Jahr 1537, als Sachsenberg zum Amt Eisenberg gehört, wird eine Burg erwähnt, die vermutlich im 30jährigen Krieg wieder zerstört wurde.

 

Kriege, Pest und Feuersbrünste

Viele Katastrophen suchten Sachsenberg heim und zu allem Übel wütet im 16. und 17. Jahrhundert die Pest und fordert 550 Opfer. Im Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) wird die Stadt von französischen Truppen besetzt und verwüstet. Der erste große Stadtbrand im Jahr 1844 vernichtet die östliche Oberstadt mit insgesamt etwa 70 Gebäuden. Am 10. August 1889 brennt es wieder und nun fällt die Stadtmitte mit dem im Jahr 1585 erbauten dreigeschossigen Fachwerkrathaus den Flammen zum Opfer. Über 120 Gebäude werden zerstört. Mit dem Rathaus verbrennt auch ein Großteil der alten Stadturkunden, Chroniken und Akten. Immer wieder gibt es Brände, doch der ursprüngliche Grundriss ist heute noch – auch durch die Reste der alten Stadtmauer – noch erkennbar. Trotz des allgegenwärtigen Strukturwandels im ländlichen Raum verfügt Sachsenberg über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Es gibt einen Drogeriemarkt, zwei Banken, die Molkerei mit kleinem Dorfladen sowie einen Metzger und einen Bäcker.

Auch Kindergarten, Grundschule und Ärzte gibt es dort. Umgeben von Wäldern und mit den idyllischen Tälern der Orke und der Nuhne ist Sachsenberg eine herrliche Urlaubsregion. Als Ausflugsziele bieten sich das nahegelegene Upland, die mittelalterliche Hansestadt Korbach im Norden, Frankenberg im Süden sowie die Seen der Eder und der Diemel an. Allerlei Freizeitmöglichkeiten sind durch die ländliche Idylle möglich, die auch gern von Tagesausflüglern genutzt werden.

„Die Sachsenberger haben zusammen mit dem Männergesangverein „Liedertafel” ihr Sachsenberger Lied einstudiert. Das Lied wird bei verschiedenen Gelegenheiten im Jubiläumsjahr aus möglichst vielen Kehlen erklingen”, kündigt Frank Richter vom Förderverein „Wir für Sachsenberg” an. (yfe)