Bericht HNA 13.10.2012
13. Oktober 2012
Bericht 750 Jahre Sachsenberg 2.8.2012
2. August 2012
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Eindrücke aus Sachsenberg

Historische Gebäude prägen das Ortsbild

Ein Rundgang durch das alte Sachsenberg zeigt eindrucksvoll wie Altstadtsanierung gelingen kann. Der Marktplatz, Kernstück des Ortes, hat sehenswerte historische Gebäude zu bieten. „Allerheiligstes” ist der „Spicher”, ein von den Bränden verschontes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1582, liebe voll von seinen neuen Inhabern renoviert. Der Kindergarten nebenan sorgt für lebhaf tes Treiben im Ort, bis zum Jahr 1932 war in diesem hübsch restaurierten Fachwerkhaus auch die Schule untergebracht.

Weiter führt der Weg zur Evangelischen Kirche, erbaut im Jahr 1770. Dort sind Reste der historischen Stadtmauer zu sehen, ein Kräutergarten rundet die Idylle ab. Beispiele gelungener Restaurationskunst sind auch der denkmalgeschützte Schlauchturm des Feuerwehr-Gerätehauses oder das Kulturkreishaus mit Museum. Das Weinhaus von 1760 und das Haus am Hofstadtplatz sind ebenfalls sehenswert.

„Entlang des Stadtmauerweges wachsen alle 24 Kräuter, die man für die bekannte Sachsenberger Grüne Sauce braucht”, erzählt Margret Büchsenschütz. Tradition wird hier groß geschrieben: Viel Wert legen die Bewohner auf die Ausrichtung des jährlichen Pfingstmarktes und den Altstadtmarkt im Sommer, der in früheren Zeiten als Viehmarkt gefeiert wurde. „Sachsenberg lag genau an der alten Handelsstraße zwischen Bremen und Frankfurt, durchreisende Händler förderten die Entwicklung der Märkte”, erklärt der gebürtige Sachsenberger Frank Richter. Im Mittelalter zählte die Stadt über 1000 Einwohner. „Würde die Bahnlinie, wie einst geplant, durch Sachsenberg verlaufen, hätte sich der wachsende Trend sicher verstärkt”, so Richter.

 

Reizvoller Ortskern

Heute wohnen 880 Menschen in dem schmucken Ort. Zwar gibt es einige Leerstände, doch immer mehr Interessierte werden vom Reiz der Altstadt angezogen, erwerben alte Objekte und sanieren sie. Jung und Alt engagieren sich in zahlreichen Gremien und Vereinen, daneben prägt eine lebendige Kunst und Kulturszene den Ort. (jl)