Bericht Klangreise HNA 17.12.2014
17. Dezember 2014
Bericht zum Klangweltinstitut HNA am 17.1.2014
17. Januar 2014
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Von Klängen und Lernen

Mit zwei Objekten beteiligte sich Rosenthal beim Tag des offenen Denkmals

ROSENTHAL. Schon am Vormittag öffneten Helga Wagner und Jochen Bischoff vom Klangweltinstitut ihre Türen beim Tag des offenen Denkmals und führten die Besucher durch die frisch renovierten Räume des 300 Jahre alten Fachwerkhauses Obertor 2. Nach dem Kauf des jahrzehntelang als Familienwohnsitz genutzten Gebäudes, das als Besonderheit an seiner Giebelwand über einen „Wilden Mann”, also eine bestimmte Form des Strebenkreuzes, verfügt, wandelten die neuen Besitzer die Räume um und eröffneten ein Klangweltinstitut. Darin werden informative und entspannende Wochenendkurse für Musikbegeisterte veranstaltet.

Viele interessierte Rosenthaler ließen sich durch die Zimmer führen und die Veränderungen erklären. Und natürlich gab es auch eine ausgedehnte Vorführung mit detaillierten Informationen zu den Instrumenten aus aller Welt. Auch die Alte Schule von Dr. Carola Schneider und Walter Bornscheuer zeigte zum Tag des offenen Denkmals ihre Schätze. Im so genannten unteren Schulsaal des Fachwerkgebäudes von 1831 haben die Eigentümer ein Schulmuseum eingerichtet, in dem bei den älteren Besuchern viele Erinnerungen geweckt wurden. Sie konnten zum Beispiel auf den Bänken Platz nehmen, die Lehrer Möl1er 1951 anschaffen ließ und mit einem Griffel auf einer Schiefertafel schreiben.

Carola Schneider berichtete vom Bau der Schule, den Erweiterungen in späteren Jahren und dem zweiten Gebäude, in dem von 1847 bis 1969 unterrichtet wurde und das heute zur Ferienanlage Hofraithe gehört. Sie erzählte von der Bauphase in ihrem neuen Zuhause, während der verschiedene „Schätzchen” auf dem Dachboden gefunden wurden. Weitere Erinnerungsstücke wie Handarbeitszeug, Mäppchen, alte Lederranzen und frühere Schulbücher wurden mithilfe der Bevölkerung zusammen getragen. „Wir haben hier außerdem Akten von 1829 aus dem Stadtarchiv Rosenthal”, sagte Schneider. Sie enthielten Skizzen, Pläne und Rechnungen. „Aber die sind so kostbar, dass man sie nur mit Handschuhen anfassen darf.” Im oberen Schulsaal entsteht derzeit ein Kunstsaal, in dem ein kreatives Angebot für Kinder und Erwachsene vorbereitet wird.(zmm)